Übersetzung aus dem Russischen
SARIOLA – Mythos aus dem Norden
Der Finischen Mythologie nach, ist SARIOLA ein Land welches sich im Norden befindet. Die Musiker dieser neuen Gothic Band, die vor kurzem ihre Fans mit ihrem Debüt - Album „The Sphere of Thousand Sunsets“ beglückte, werken gar nicht im Norden, sondern in der Mitteleuropa, wenn man’s genau nimmt – in Deutschland. Die Hauptakteure der Band wurden in unserem Land geboren. Da die Band im Ausland ziemlich Erfolgreich ist, haben wir uns dazu entschlossen, uns mit den Jungs zu unterhalten, über alles was ihr Schaffen betrifft, sowie über das Leben in einem der taktgebenden Länder der Europäischen Union. Auf der Linie: Konstantin und Ewgenij – Gitarristen und die treibende Kräfte der Band SARIOLA.
Rockcor: Soweit ich weiß, wart ihr Mitglieder der Band „Divina Nocturna / Spectra Selene“. Sagt mal, welche Gründe führten zur Auflösung dieser Bands?
Konstantin: Wir hatten kein festes Line Up. Außerdem, gab es bei uns einen ständigen Wechsel der Sängerinnen. Am Ende gab es keinen Sinn so weiter zu machen. Schließlich sind wir dazu übergegangen neue Ideen zu suchen, sowie den entsprechenden Sound.
Rockcor: Wie unterscheidet sich der Sound von SARIOLA von dem was ihr früher gespielt habt?
Konstantin: Die Suche endete mit der Gründung SARIOLA’s, welche einen mehr ausgewogenen Still hat da wir in der Vergangenheit mehr in Extremen verwurzelt waren: Einerseits gab es jede Menge rein akustischer Songs, andererseits viel Extrem-Metal.
Rockcor: Neulich, auf einem Werbeplakat in Moskau, habe ich den Namen „DIVINA NOCTURNA“ gesehen. Existiert die Band noch, oder ist das eine völlig fremde Band die euren früheren Namen angenommen hat?
Anagnorisis: Das sind definitiv nicht wir. Und die sind mir nicht bekannt.
Rockcor: Könnt ihr etwas über die Geschichte der Entstehung des Bandnamens SARIOLA erzählen und was es bedeutet?
Konstantin: Diesen Namen haben wir aus der Finnischen Mythologie genommen, der Begriff SARIOLA beschreibt ein Land, welches sich im hohen Norden, oder auch „hinter dem Norden“ befindet, gemeint ist. Der Name wurde von unserer ehemaligen Sängerin, Melanie, vorgeschlagen. Sie ist mit Finnland verbunden und liebt alles was mit Finnland zu tun hat. Außerdem studiert sie Finnologie. Sie dachte der Name würde am Besten zu der Band passen. Niemand war dagegen, also benannten wir uns SARIOLA.
Rockcor: Ein Paar Worte über Melanie.
Konstantin: Im Jahre 2005 begann unsere Zusammenarbeit. Jedoch war diese nicht von Dauer, da sie in Köln wohnte und wir in Dortmund. Da wir nicht jeden Tag 100 km hin und her fahren konnten, haben sich unsere musikalischen Wege getrennt.
Rockcor: Habt ihr noch Kontakt zu euren ehemaligen Musikern? Sind diese noch musikalisch aktiv?
Konstantin: Wir versuchen den Kontakt zu erhalten, aber es gelingt nicht immer. Ja, manche von ihnen sind weiterhin musikalisch Tätig. Zum Beispiel unsere ehemalige Sängerin Julia spielt bei der Band „Blutzukker“. Von anderen wiederum hört man weniger und wir wissen nicht was sie zur Zeit machen.
Rockcor: Am Anfang eurer Karriere habt ihr Ständig Sängerinnen gewechselt. Hatte dies einen Grund
?
Konstantin: Dies lag wahrscheinlich daran, dass es viele der Frauen, mit denen ich gearbeitet habe, nicht genau wussten was sie eigentlich wollten. Es gab Unbeständigkeit, manchmal litt Arbeitsmoral, vieles hing von der Laune ab und von den wechselnden Zukunftsvorstellungen.
Rockcor: Erzählt mal über, meiner Meinung nach, geheimnisvollen Person Padlo, mit dem ihr Anfangs nicht zusammenarbeiten wollten. Womit waren die Zweifel an der Zusammenarbeit verbunden?
Anagnorisis: Padlo, das bin ich! Ursprünglich hatte ich eine andere Band, die auch heute existiert, nämlich P.A.D.L.O., welche sich im Rahmen von Hardcore-Punk bewegt. In dem Moment, als ich Konny kennen lernte, hielt er es für unwahrscheinlich, dass ich Gothic Black spielen könnte. Daher hatte er bezweifelt ob es sinnvoll wäre, mich bei SARIOLA einzustellen.
Rockcor: Wie ist es möglich Hardcore und Gothic Metal zu kombinieren? Wie sehen die anderen aus SARIOLA diese Stillmischung?
Anagnorisis: Ich habe damit begonnen, das dritte Album aufzunehmen, ehrlich gesagt, waren die anderen Platten auf keinem Label rausgekommen, aber jetzt ist es in Planung die Platte auf PADLO Records zu veröffentlichen, nach diesem, werde ich versuchen auch die restlichen Platten über dieses Label zu veröffentlichen. Diese Band ist aber eine Underground-Band, auch wenn man viele Songs in Russland auf diversen Samplern. unter anderem auf „Tribute to SEKTOR GASA“. veröffentlicht wurde. Zur Zeit widme ich mich allerdings ganz SARIOLA.
Rockcor: Kann es dazu kommen, dass SARIOLA auch wie P.A.D.L.O. Hardcore spielen wird??
Anagnorisis: Nein, dazu wird es nie kommen. Ich bin ein sehr vielseitiger Musiker und höre jede Menge unterschiedliche Musik . Deswegen fällt es mir auch einfach in jedem Still zu spielen. Heute spiele ich Gothic, das gefällt mir, es gelingt mir auch nicht schlecht. Ich werde auch die Hardcoreelemente nicht in die Musik von SARIOLA einbauen und umgekehrt auch nicht.
Rockcor: Wie sieht das Line Up von SARIOLA heute aus?
Anagnorisis: Kern der Band besteht aus Silenia – alle Vocals sowie mir und Konny an den Gitarren. Alle anderen Musiker sind bei uns Sessions-weise: AblaZ ist unser Bassist, Daniel auf Drumms und Katherina auf Keyboards. Die Musik wird von uns drei geschrieben, die Sessionsmusiker spielen schon fertige Musik mit uns Live und bei den Proben, also in den kreativen Prozess der Band sind sie nicht eingeschlossen.
Rockcor: Erzählt mal genauer über eure Sängerin SILENIA TYRVENIS
Konstantin: Silenia habe ich 2004 kennen gelernt und zwar ganz zufällig. Sie kam von einer Veranstaltung zurück und wusste nicht wo die U-Bahn Haltestelle war. Zufälligerweise traf sie mich. Auf dem Weg zur Haltestelle, stellte es sich heraus dass sie singt und da ich war auf der Suche nach einer Sängerin war, habe ich vorgeschlagen bei uns einzusteigen. So wurde die Band SALPHERANIA gegründet, SILENIA’s erste Band.
Rockcor: Wo habt ihr die Platte „SPHERE OF THOUSAND SUNSETS“ aufgenommen?
Anagnorisis: Die Aufnahmen fanden in meinem eigenen Studio statt, welche sich in Duisburg befindet. Ich Produziere dort auch andere Bands, zum größten Teil sind das aus Russland stammende Bands. Man kann DOGMA, VREDESBYRD und PJEDESTAL nennen.
Rockcor: Seit ihr im Großen und Ganzen mit eurer Platte zufrieden?
Anagnorisis: Ja, wir sind zufrieden, da es keine Songs sind, die als Lückefüller auf die CD gekommen sind, alle Songs sind sehr durchdacht, alles ist schön gemacht, daher finde ich persönlich die Platte gelungen
.
Konstantin: Generell sind wir zufrieden, jedoch könnte man das eine oder das andere ein wenig anders machen, aber all dies kommt mit der Erfahrung. Wir hoffen, dass die nächste Platte noch besser wird.
Rockcor: Wie würdet ihr den Stil eueres Debütalbums sowie der SARIOLA an sich beschreiben.
Anagnorisis: Unsere Platte schließt in sich viele verschiedene Stile. Die wichtigsten sind Black und Gothic Metal mit Elementen der klassischen Musik. Dazu kommen Zusätze aus dem Death- und Thrash Metal Bereich. Eines der Songs ist in Richtung EBM geschrieben, da wir experementenfreudich gesinnt sind. Daher auch elektronische Klänge.
Rockcor: Eure Wünsche unserer Zeitschrift und euren Fans, unter anderem in Russland.
Anagnorisis: Der Zeitschrift – Langes Bestehen und dass wir hier mehr von der Zeitschrift zu hören bekommen. Den Fans – „Stay Black, Stay Metal!“ (lacht).
Konstantin: Alles Gute! Ich hoffe man sieht sich bald.
Anagnorisis: Freude und Glück, lasst uns zusammen treffen und des Öfteren SARIOLA hören!
Rockcor: Vielen Dank für das Interview, es war sehr angenehm mit euch.
Sergej Suchorukow